Hinter den Kulissen der Börse: Warum ein Wirbelsturm mehr Klicks bringt als Fundamentaldaten | Mit Holger Scholze
In dieser Folge von „Das Börsenbrain“ empfange ich Holger Scholze – TV-Börsenanalyst, Dozent und eine der profiliertesten Stimmen der deutschen Finanzmedien. Holger nimmt Sie mit auf eine außergewöhnlich ehrliche Reise: vom Zahnmedizinstudium in Dresden über sein erstes Kostolany-Buch bis zu jenem Moment 1998, in dem er als Student 90 Prozent seines Vermögens verlor. Spekulation auf Dispo-Kredit, Selbstüberschätzung, selektive Wahrnehmung, unterschätzter Zeitwertverlust – ein Lehrbuch der Anlegerpsychologie, am eigenen Leib durchlebt und entsprechend ungeschönt erzählt. Wir sprechen darüber, warum Märkte mehr Narrativ als Zahlenwerk sind, wann Optimismus in Euphorie kippt, wie Holger heute sein eigenes Portfolio aufstellt – und warum „sich selbst in die Tasche lügen“ der teuerste Anlegerfehler überhaupt ist. Außerdem werfen wir einen seltenen Blick hinter die Kulissen des Börsenfernsehens und sprechen über die wahre Geschichte hinter einem viralen Wirbelsturm-Video, das hunderttausende Klicks erzielte – ohne eine einzige belastbare Information. Zum Schluss der Mythen-Schnellcheck: Buy the dip? Crashs vorhersagen? Hat der Markt immer recht? Ist Diversifikation überflüssig? Holger ordnet ein – klar, nüchtern und mit der Erfahrung eines Mannes, der die Bühne Börse seit über drei Jahrzehnten seziert.