Kopfsache: Hirnforscher verraten, wie Anleger an der Börse cool bleiben

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Das Auf und Ab der Börse führt dazu, dass viele Anleger verkaufen, wenn die Kurse wieder drehen. Welche Emotionen da im Spiel sind und wie man sie überlistet.

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Die Panik zu Geld machen. Auch Nikolas Kreuz ist überzeugt, dass Investoren lernen können, ihre Emotionen außen vor zu lassen. Der Gründer der Hamburger Vermögensverwaltung INVIOS beobachtet seit Jahrzehnten, wie Menschen an der Börse reagieren — und macht sich dieses Wissen zunutze. Vor knapp anderthalb Jahren hat er den INVIOS Vermögensbildungsfonds aufgelegt, der Erkenntnisse der Neurofinanz berücksichtigt.

Das Herdenverhalten etwa konnte man im Oktober 2019 beobachten, sagt Kreuz: Als klar wurde, dass Amazon einen milliardenschweren Auftrag des US-Verteidigungsministeriums doch nicht bekam, sank der Kurs der Aktie zeitweise rapide. „Viele gerieten in Panik und sind deshalb ausgestiegen“, sagt Kreuz. Ein typischer Fehler: Wenn viele ihre Aktien plötzlich verkaufen, macht man mit. „Diesen Moment haben wir genutzt und die Papiere vergleichsweise günstig erstanden. Seitdem ist der Wert der Amazon-Aktie um fast 90 Prozent gestiegen — Ende Juli haben wir unsere Position wieder komplett veräußert.“

Nun ist antizyklisches Investieren nichts Neues, sondern eine unter Börsenprofis bekannte und beliebte Anlagestrategie. Es ist auch nicht außergewöhnlich, einen Multi-Asset-Ansatz zu verfolgen oder Stockpicking zu betreiben. Doch Kreuz will mit seinem Fonds noch mehr erreichen: „Die Neurofinanz liefert wissenschaftliche Begründungen für eine vermögenssichernde Portfoliostrategie. Das macht die Marktmechanismen für Anleger greifbarer und weniger komplex.“

Zwar wüssten viele Investoren, dass man in Hochphasen zum Beispiel besser nicht kauft oder dass ein Kursrückgang nicht automatisch einen Verlust bedeutet. „Sie machen sich dieses Wissen aber nicht zunutze — oder glauben, sie seien besser als der Markt“, sagt Kreuz. Warum sonst würden so viele Investoren in die Rallye einsteigen, die sich in der Regel am Jahresende im deutschen Leitindex DAX ereignet? Aktien seien dann schließlich besonders teuer.

Anders handeln als der Rest. Genauso irrational sei es, dass viele Anleger Gold weiterhin als Krisenwährung sähen, da sich das Edelmetall inzwischen auch außerhalb von Krisen sehr volatil entwickle, oder dass sie Techaktien „mit irrationalen Kurs-Gewinn-Verhältnissen“ kauften, findet Kreuz. „Mithilfe der Neurofinanz lässt sich besser verstehen, warum Anleger so handeln. Und nur so kann man es schließlich anders machen als die anderen.“

Der INVIOS-Gründer nutzt mehrere Indikatoren, um die Stimmung am Markt zu prüfen: etwa den Volatilitätsindex VDAX, die Bollinger-Bänder, die auf Trendveränderungen an der Börse hinweisen sollen, und den Fear-and-Greed-Index, der täglich zeigt, wie ängstlich oder gierig Anleger gestimmt sind.
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