„Unabhängige Vermögensverwaltung wird sich in zehn Jahren verfünffachen”

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Nikolas Kreuz war in der Leitung von Vermögensverwaltungen bei der Deutschen Bank, der UBS und der DZ Privatbank. Im Januar 2019 gründete er seine eigene Vermögensverwaltung. Für die Branche erwartet er in den kommenden zehn Jahren starkes Wachstum.


Nikolas Kreuz war jahrelang in der Leitung von Vermögensverwaltungen bei der Deutschen Bank, der UBS und der DZ Privatbank in der Schweiz, Luxemburg und Deutschland sowie als Chief Investment Officer für zwei Landesbanken tätig. Im Januar 2019 gründete er mit der INVIOS seine eigene Vermögensverwaltung, ein Institut für Vermögenssicherung und Vermögensverwaltung, und startete den INVIOS Vermögensbildungsfonds.

Im Gespräch mit Fundview erklärt Kreuz die Gründe für den Weg in die Selbstständigkeit: „Im aktuellen Marktumfeld ist es wichtiger denn je, eine klare Kante zu zeigen und nicht das Fähnlein im Winde zu sein. Wir können als Vermögensverwalter flexibel agieren. Je größer allerdings die Teams werden, desto näher sind die Entscheidungen und die Allokation auch an der Benchmark. Mit Benchmark-Hugging gewinnt man keinen Blumentopf. Am Markt gibt es aber eine Masse an Me-too-Produkten, die prozyklisch investieren. In großen Unternehmen arbeiten die Mitarbeiter teilweise sogar gegeneinander und es geht häufig mehr um die Politik innerhalb des Unternehmens statt um die Leistung und Performance für die Kunden. Bankenunabhängige Vermögensverwalter sind deswegen eine tolle Alternative.”

Für die Branche der unabhängigen Vermögensverwaltung sieht Kreuz auch im aktuell schwierigen Corona-Umfeld ein starkes Wachstum. Den mittel- bis langfristigen Trend im Vermögensverwaltungsgeschäft könne man mit einem Zeitverzug von rund zehn Jahren relativ gut für Europa vorhersagen. Trends ließen sich von den angelsächsischen Finanzmärkten in Nordamerika und Großbritannien valide ableiten. „Das Geschäft für unabhängiges Vermögensmanagement wird sich in Europa im besagten Zeitraum mindestens verfünffachen. Bei klassischen Banken hapert es massiv im Geschäftsmodell. Kundenvertrauen wird dort tagtäglich verspielt und die Loyalität der Mitarbeiter ist am Tiefpunkt. Der Trend zu mehr unabhängigen Vermögensverwaltern ist die Folge”, sagt Kreuz.

Wer eine hohe Spezialisierung besitze, im Markt eingeführt sei und seine Kosten im Griff habe, der habe auch eine tragfähige Zukunftsperspektive. „Immer mehr Verwalter stellen ihr Können auch in Form von Investmentfonds mit effizienten Entscheidungsstrukturen sowie hohen Kostenvorteilen zur Verfügung. Über diese Investmentfonds erhalten Kunden hochwertige Vermögensverwaltung mit geringen Einstiegshürden”, so Kreuz.

Fonds war komplett abgesichert

Kreuz hat mit dem INVIOS Vermögensbildungsfonds ebenfalls einen eigenen Fonds gestartet. Dort betreibt er kein Stock Picking, sondern will die Verluste nach unten begrenzen und von der Irrationalität am Markt profitieren. Der Fonds hat einen antizyklischen Ansatz auf Basis der Neuro-Finance. Dabei sollen rational die Chancen von Marktanomalien und Verhaltensirrationalitäten genutzt werden.

80 Prozent der Fonds-Allokation wird durch ETFs und ETCs abgebildet. Diese sollen den kostengünstigen und stabilen Portfolio-Kern darstellen; mit den restlichen 20 Prozent soll eine Outperformance erzielt werden. Dafür werden aktive Manager und Fonds allokiert.

„Wir kaufen im aktuellen Marktumfeld wieder antizyklisch Aktien ein und erhöhen unser Exposure. Derzeit sind viele Qualitätstitel günstig zu haben. Bei einem DAX von 8500 Punkten haben wir beispielsweise in einem ersten Schritt wieder Aktien eingekauft. Davor war der Fonds komplett abgesichert. Diese Absicherungen wurde am 16. März 2020 mit Gewinn veräußert, sodass die Aktienquote mittlerweile auf etwa 40 Prozent gestiegen ist”, erklärt Kreuz. Ergänzt wird das Portfolio durch die maximale Kasse von über 20 Prozent und einer aktuell 20 Prozent großen Goldposition via Xetra- sowie EUWAX-Gold. Dadurch soll das Portfolio insgesamt stabilisiert werden.

 

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